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Leonard Monheim

Leonard Monheim (* 16. 6. 1830 in Aachen; † 23. 1. 1913 in Aachen), jüngster Sohn des J. P. J. Monheim.

Ausbildung

Leonard begann seine 16-jährige Lehrzeit im väterlichen Drogengeschäft in Aachen und weilte zu weiterer Ausbildung noch in Mainz, Lyon und Marseille. Nach der Rückkehr 1853 erfolgte sein Eintritt in das väterliche Geschäft als Teilhaber, 1856 die Heirat mit Antoinette Merckelbach aus Wittem/Holl.

Heirat

Leonard heiratete am 8. 9. 1856 in Mechelen Antoinette Merckelbach (* 17. 5. 1835 in Wittern/Holl; † 5. 2. 1913 in Aachen)

Kinder

Firmengründung

Bei Übernahme des Drogendetailgeschäftes von J.P.J. Monheim auf dem Hühnermarkt gründete er am 1. Juli 1857 die Firma Leonard Monheim und das Kolonialwarengeschäft. Der wachsende Betrieb wurde 1865 nach der Jakobstr. 8 in ein eigenes Geschäftshaus verlegt, später kam dazu ein weiteres Geschäft an der Theaterstraße unter Leitung seines Schwagers Giani, 1878 dessen Rückverlegung. Der zunächst handwerklichen Herstellung von Schokolade folgte 1867 die maschinelle Fabrikation, die bald zur Großhandelstätigkeit führte.

Leonard Monheim & Sohn

1890 trat der ältere Sohn Hermann Joseph in das Geschäft ein; er widmete sich von da an der Schokoladenfabrikation, die 1904 im Süsterfeld in einen umfangreichen Neubau verlegt wurde. 1900 übernahm der jüngere Sohn Mathieu den Kolonialwarenbetrieb in der Jakobstraße; 1909 wurde die Firma Leonard Monheim & Sohn in das Handelsregister eingetragen. Durch die räumliche Verlegung wuchsen die beiden von Leonard Monheim gegründeten Unternehmen zwar auseinander; doch noch im hohen Alter verfolgte er mit regem Anteil die stete Aufwärtsbewegung beider Betriebe.

1913

Noch vor Ausbruch des 1. Weltkrieges starben Leonard Monheim und seine Frau wenige Tage nacheinander.

Weiterleben der Firma

In der Folge blieben beide Geschäftszweige Familien-Unternehmen, nun schon durch vier Generationen. Der 1. Weltkrieg brachte einen harten Rückschlag für die blühende Entwicklung. Aber beiden Unternehmen gelang danach der Aufbau und der weitere Ausbau des Geschäftsbetriebes wieder. Viel gravierender jedoch wirkte der 2. Weltkrieg durch Zerstörung der Gebäude, Räumung der Stadt Aachen, Besetzung des Gebietes, was alles zum Erliegen der Betriebe führte.